Der Inselstaat St. Vincent und die Grenadinen liegt in der Karibik und gehört zu den kleinen Antillen. Die Inselgruppe liegt im Bereich der Inseln über dem Winde. Diese werden in den Norden (Leeward Islands) und Süden (Windward Islands) unterteilt, St. Vincent und die Grenadinen liegt im Süden. Nur noch Grenada liegt weiter südlich der kleinen Antillen. Die ca. 120.000 Einwohnenden leben u.a. von dem Export von Landwirtschaftlichen Gütern (u.a. Bananen) und natürlich dem Tourismus. Bis 1969 war der Inselstaat eine britische Kolonie, heute ist er noch eng mit Großbritannien über das Commonwealth verbunden. Angereist sind wir mit einem Katamaran auf dem wir 11 Tage verbrachten und von Martinique aus in See stachen, zur Erkundung der Inseln südlich von der Enklave Frankreichs.
St. Vincent
Die Hauptinsel auf der der Großteil der Bevölkerung lebt ist vergleichsweise groß zu den anderen Inseln. Leider haben wir aufgrund der knappen Zeit nicht viel von der Insel zu Gesicht bekommen. Die Planung war relativ knapp bei Besuch der Insel, hier lohnt es sich sicher nochmal wiederzukommen und etwas Zeit zu verbringen. Wir haben am Cumberland Beach angelegt. Den vulkanischen Ursprung sieht man direkt anhand des schwarzen Sandes und auch die Bucht fällt extrem schnell steil ab. Wenige Meter vom Ufer reichte unser Anker schon nicht mehr aus, und wir mussten uns mit Schnüren am Ufer befestigen. In der Mitte der Bucht, war das Meer bereits über 80m tief.
Über einen kurzen lohnenswerten Stopp zu den Dark View Falls die in 5 Minuten Fußweg gut ausgebaut zu erreichen sind, ging es dann zum Paradies Beach der seinem Namen alle Ehre macht. Der schwarze Vulkansand glitzert und dank der Tatsache, dass er sich glühend aufheizt, ist er faktisch menschenleer. Barfuss laufen kann man nur nah an der Brandung, wo das Meer regelmäßig den Sand herunterkühlt; überall sonst ist *autsch* Verbrennungsgefahr.


















Bequia
Bequia ist ein beschaulicher Ort, mit nicht mehr als 5000 Einwohnenden. Hier kennt jeder Jeden. Davon wurden wir auch direkt in den ersten 10 Minuten unseres Landgangs Zeugen, als unser Ausflugs-Taxi von einem kleinen Minibus gerammt wurde. Unser Auto kam recht glimpflich davon, doch das andere Auto war ziemlich stark in Mitleidenschaft gezogen worden, wie die literweise Kühlmittel die innerhalb weniger Minuten auf die Straße liefen zeigten. Doch wie das nun mal so ist, in so einem kleinen Ort – es wird per Handschlag geregelt, man kennt sich, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Es wurde etwas Geld als Anzahlung ausgetauscht, und die Polizei wird nur angerufen, wenn die Gegenseite nicht zahlt. In diesem Fall war das Szenario ziemlich klar, der Fahrer des Minibusses wollte in einer uneinsehbaren Kurve überholen, es kam Gegenverkehr und Bremsen half nichts mehr.

Kopfschüttelnd kam unser Fahrer nach dem kurzen Gespräch zurück, der Unfallverursacher war betrunken vom Nachmittag am Strand gekommen, Glück im Unglück ist Niemandem etwas passiert. Die restliche Summe wird später bezahlt – dann ging es weiter. Lustig war, dass jedes andere Ausflugstaxi die News anscheinend schon gehört hatte, und unser Fahrer natürlich bei allen die er traf, die Geschichte nochmal aus erster Hand erzählen „musste“.
Die Insel selbst ist vulkanischen Ursprungs, also geht es auf und ab über kleine Straßen, fast menschenleer wirkt die Insel. Wir haben kurz die Strände der Industry Bay und ein Stück darüber hinaus besucht. Der Tourismus ist am Ufer von Port Elizabeth stark zu spüren, abseits davon geht man hier dem Alltag nach, Einnahmequellen sind neben Tourismus die Fischerei.
Am Eingang des Hauptorts Port Elizabeth gibt es ein kleines Fort mit schönem Ausblick über die gesamte Admirality Bay. Der Mount Pleasant ist ein netter anderer Aussichtspunkt, zu dem alle gebracht werden, den man sich allerdings getrost sparen kann, wenn man das Fort besucht.









Mustique
Die Luxusinsel all Jener die es sich leisten können (und den Einheimischen die für das Wohl der Wohlhabenden sorgen), ist perfekt aufgeräumt, kleine Golfcarts decken den alltäglichen Verkehr ab, große Privatvillen und ein paar ziemlich teure Boutiquen, ein gut sortierter Supermarkt und die berühmte Bar Basil’s, das ist es dann auf Mustique schon wieder. Die Riffe vor den beiden Stränden sind leider ziemlich von der Korallenbleiche gezeichnet, und doch ist Mustique zumindest für 1-2h sehenswert. Auch falls man noch etwas braucht bei der Weiterfahrt in die kleineren Grenadinen, ist hier der perfekt Ort um noch etwas zu bekommen. Interessant ist der kleine Fischmarkt wo sich gigantische Mengen an leeren Muscheln, Lobster-Köpfen und Fischresten auftürmen. Jedes Mal wenn die Fischer hier Teile ins Meer werfen gibt es ein Spektakel der kreischenden Möwen. Eine schöne Idylle, wenn auch weniger authentisch als die anderen Inseln.






















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