Nördlich von Belize City liegen die bekannten Cayes Ambergris und Caulker. Ambergris Caye (mit der Stadt San Pedro) ist die bekanntere, größere und zumeist eher von amerikanischen Tourist:innen angesteuerte Insel. Caye Caulker ist kleiner, häufiger eher das Ziel der Europäer:innen oder Backpacker, da es seinen ursprünglichen Charme trotz Tourismus behalten hat und weniger Partyinsel ist. Wenn Belize entspannt ist, ist Caye Caulker der Inbegriff der „Go Slow“-Mentalität, und das touristische Angebot ist einfach perfekt: Ein paar Unterkünfte mit maximal 12 Zimmern, ein paar Restaurants, Bars und Tourenanbieter, aber eben nicht zu viel. Highlight der Insel: Es gibt keine asphaltierten Straßen und das einzige echte Auto dort ist ein Feuerwehrauto (und hin und wieder ein Baustellenfahrzeug), denn auf Caye Caulker ist das Hauptverkehrsmittel Fahrrad oder Golfcart, oder man geht eben einfach zu Fuß – gaaanz langsam. Die Entspannung ist spürbar, sofort wenn man das Wassertaxi verlässt. 😎
A propos Wassertaxi, die Anfahrt ist sehr malerisch an Inselchen vorbei. Für uns war sie mit einem kleinen Abenteuer verbunden. Wir waren nicht mal 200m von der Bootsanlegestelle von Belize City entfernt, als der Motor unseres Bootes nicht so wollte wie unser Kapitän. Knapp 10 Minuten später war das Ersatzboot an Ort und Stelle, und alle ~100 Passagiere (inkl. Gepäck; das Boot fährt beide Inseln an) wurden auf dem Meer von einem ins andere Boot „umgeladen“.
Was in Belize auffällt, ganz im Gegensatz zu anderen Ländern der Region, wird in Belize Umweltschutz groß geschrieben. Das Land bemüht sich intensiv um die Erhaltung der Natur; so sieht man auch auf Caye Caulker recht wenig Müll herumliegen (was in Entwicklungsländern nicht selbstverständlich ist). Auf der Insel haben wir das entspannte Flair genossen, und uns einige Bier am „Split“ gegönnt. Das ist ein kleiner Graben am Ende der Insel, ursprünglich von Fischern gegraben um den Weg um die Insel einzusparen – dann von einem Hurricane erweitert. Dort liegt die „Strand“bar „the lazy lizard“, obwohl Strand deswegen nicht so ganz richtig ist, da genau genommen die Insel keinen wirklichen Strand hat, da diese voll bebaut ist, und wirklich klein. In 25 Minuten läuft man von einem Ende zum Nächsten.
Abends ging es dann in den „In-Spot“, Der Pelican Sunset Bar. Dadurch dass die Insel so winzig ist, kann man auf der einen Seite den Sonnenauf- und in nur 5 Minuten Fußweg den -untergang buchstäblich auf der anderen Seite der Straße beobachten.



Am nächsten Tag machten wir einen Ausflug zum zweitgrößten Korallenriff der Welt. An insgesamt sieben Stopps haben wir viele bunte Fische und Korallen gesehen, sind mit Schildkröten, Rochen und inmitten von Ammenhaien (engl. Nurse-Sharks) geschnorchelt, die ein Highlight des Hol Chan Marine Reserve sind. Außerdem kann man dort auch die seltenen Seekühe (Manatees) sehen, doch wir hatten leider an diesem Tag kein Glück. Trotz der Tatsache dass Belize die größte noch lebende Population an Rundschwanzseekühen hat, sind diese sehr selten und bedroht und leider wollte sich (trotz der intensiven Bemühungen der Guides) keine zeigen. Schade, aber die Insel und die Unterwasserwelt waren auch so traumhaft schön und endlich mal wieder Unterwasser zu sein war ein tolles Gefühl. Außerdem konnte ich meine neue Unterwasserkamera/Actioncam (Olympus) das erste Mal für Fotos ausprobieren. Ich war bisher mit der GoPro Fotos nicht zufrieden (da nur Weitwinkel und keine Nahaufnahmen/Zoom). Und was soll ich sagen, ich bin mit meiner Wahl des Kameramodells ganz zufrieden – auch wenn ich noch etwas mehr üben muss 😉, denn Bilder unter Wasser sind eine besondere Herausforderung. Stefan hat mit der GoPro fotografiert (meistens mich 😆), aber vor allem tolle Videos gemacht! Viel Spaß mit Bildern & Videos 😍.



















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Kommentare
Eine Antwort zu „Go Slow auf Caye Caulker”.
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