Nach den Carlsbad Caverns ging es nun zu einer kurzen Wanderung noch in den Guadalope Mountains Nationalpark in Texas. Die beiden Parks liegen keine 30 Minuten auseinander, aber in zwei verschiedenen Bundesstaaten. Wir wollten diesen letzten Stopp noch machen, bevor es nach San Antonio für die finalen Vorbereitungen für Mexiko ging. Die Guadalope Mountains sind artenreich mit Kakteen und vielen Amphibien – wir machten eine Kurzwanderung von wenigen Stunden zu einer Quelle am Berghang (spannend wie anders die Vegetation und das Mikroklima durch den kleinen Bach wurden) und zurück. Ein wirklich schöner Zwischenstopp, wenn auch ganz schön anstrengend bei 35°C und praller Sonne.











Über endlose Ölfelder ging es dann durch Texas – was streckenweise schon sehr highlightlose 800km bis San Antonio waren.

Die Stadt San Antonio selbst ist jedoch sehr schön und geschichtsträchtig – wir verbrachten hier 3 Nächte auf einem wunderschönen Campingplatz mit Pool. Eine perfekte Symbiose aus Entspannung und TODOs.
In San Antonio nahmen wir uns auch Zeit um „umzupacken“. Sprich, alles aus den Ecken des Buses und den Boxen raus (man lebt ja schließlich fast in dem Ding; lustig wie sich alles im gesamten Fahrzeug verteilt) und zurück in die Reisetaschen aus 3 Gründen:
- Einfacher beim Wechsel zwischen Hotel und Campingplatz anstatt mit dem gesamten Hausstand in Einzelteilen im Hotel einzumarschieren.
- Getier – wir kommen in absehbarer Zeit in Gebiete (nämlich die Tropen) mit deutlich mehr Schlangen, Geckos, Schaben, Skorpione etc.. In die geschlossene Tasche kriecht einfach weniger als in offene Boxen.
- Diebstahlschutz – dadurch, dass wir alle wichtigen Sachen in den Haupttaschen haben, die wir jedes mal rausnehmen, wenn das Auto länger steht, besteht weniger Diebstahlgefahr (was leider in den kommenden Ländern nicht selten vorkommt).
Daher hieß es auch ab jetzt – Bauchtaschen an, „Lockgeldbeutel“ ausstaffieren (die Geldbeutel die uns geklaut werden können, aber so aussehen als wären sie alles was wir haben). Sowie Kreditkarten, Zweitpässe und Notgroschen im Bus verstecken.
Zusätzlich nutzen wir ab jetzt unseren portablen Safe von Pacsafe. Außerdem werden Autoschlüssel und Bear- & Peda-Lock Schlüssel getrennt. Bear- & Pedalock fragt ihr euch? Bearlock haben wir einbauen lassen – es ist eine Gangschaltsperre, gesichert mit einem Schlüssel. Zusätzlich haben wir uns noch einen Pedaloc angeschafft, eine Metall-Pedalabsperrvorrichtung (absoluter Geheimtipp – exakt auf T5 & T6 Busse von einem Feinmechaniker in Eigenregie angefertigt, kann man nur bei ihm privat kaufen; es gibt keine Bilder im Netz und das sorgt dafür, dass er sehr diebstahlsicher ist). Wir entschieden uns für ausschließlich mechanische Sicherung, da nach ausführlicher Recherche gegen eine elektronische Alarmanlagen sprach dass keine wirklich diebstahlsicher ist wenn es darauf ankommt. Fast alle sind relativ „dumm“ und daher einfach auszutricksen. Gängige Bluetooth Alarmanlagen können recht einfach mit speziellen (illegalen) Apps geöffnet werden. Zudem braucht man immer einen Bluetoothsender oder so etwas, der deutlich schwerer zu verstecken ist als ein einfacher Schlüssel. Ich bin auch recht sicher, mit der Flex kommt keiner und sägt die Metallsicherung ab 😈. Jaaa – ich neige evtl. etwas zum Overkill… aber besser haben als brauchen – zumindest in so einem Fall. Ausräumen kann man den Bus natürlich immer noch aber klauen wird doch deutlich erschwert, so war zumindest mal sichergestellt, dass uns der Bus auf unserer Reise erhalten bleibt. Im nächsten Post dann mehr dazu wie wir ihn tatsächlich nach Mexiko mitnehmen durften.
Außerdem ist es nun wieder mal Zeit für unsere Zusammenfassung des letzten Teilstücks: der „Westen“ der USA (wenn man es so ganz grob bezeichnen möchte).
Highlights im Westen der USA



Unser Routenverlauf
Diese Route haben wir in 16 Tagen zurück gelegt und sind 7.161 km gefahren. Geplant waren 8.500 km in 30 Tagen – wir mussten gezwungenermaßen ja etwas verkürzen.

Es war sehr anstrengend und wir sind sehr viel gefahren – aber alle Stopps waren es wert, und v.a. waren wir begeistert von unserer geänderten Route, die uns deutlich mehr Vielfalt in Colorado, New Mexico und Texas gebracht hat, als nur die „roten Parks“ in Utah.
Mehr zu T5raumreise
2022 ging es wieder los – diesmal von Kanada bis Panama – 44.000 Kilometer auf dem nordamerikanischen Kontinent, unterwegs mit einem (selbst) ausgebauten T5 Bulli, den meine bessere Hälfte und ich, von Deutschland verschifften.
-

Coming home – ein paar Worte zum Abschluss
Nun ist es soweit, Zeit diesem zweiten Abenteuer (und Euch, unseren Mitlesenden) Auf Wiedersehen, aber auch vor allem Danke zu…
-

Highlights zum Abschluss – Panamakanal und San Blas Islands
Zwei Highlights der Reise habe ich bis zum Schluss aufgehoben – auch wenn der Spruch „das Beste kommt zum Schluss“…
-

Auf nach Panama City – Metropole am Pazifik und Abschied vom Bulli
In Panama-City angekommen lag der Fokus anfangs auf der Abgabe des Autos. Das Ganze ist ein mehrstufiger und ziemlich langwieriger…
-

Traumhafte Isla Coiba auf dem Weg nach Panama-Stadt
Santa Catalina ist ein kleines Nest auf der Pazifikseite. In dem Ort selbst gibt es nichts Sehenswertes (außer spektakulären Sonnenuntergängen,…

















