Vom Mesa Verde Nationalpark sind wir, wenn man so sagen will, etwas im Kreis gefahren. Unsere Planung war sehr spontan, bzw. eigentlich hatten wir nicht so richtig einen Plan. Da wir schon in Colorado waren, entschieden wir uns den Great Sand Dunes NP anzusteuern, das bedeutete es ging quer durch Colorado (über einen Pass von 3.200m Höhe) nach Alamosa – der höchste Pass auf unserer Reise.
Nach dem vielen Sand und Steinen in Utah der letzten Tage, war es schön wie grün es Colorado war; und wir waren schon fast dankbar, dass wir aufgrund der ESTA-Problematik nicht alle „roten Parks“ hintereinander machen können; so schön diese einzeln auch sind. 🤭

Bei Alamosa haben wir den Great Sand Dunes Nationalpark besucht. (Blöde Idee war übrigens nicht wie die Anderen mit Flip Flops in die Dünen zu laufen, sondern mit Turnschuhen. Leider ging es am Anfang durch ein kleines Bächlein – zusammen mit Sand macht das eine ziemlich klumpige Masse in den Schuhen die nur schwer wieder rauszukriegen ist.)






Der Park war ganz cool, und ist für die Einheimischen auch ein beliebter Spot zum Sanddünen-Surfen, aber wir haben dort gemerkt, dass wir durch die vielen Reisen leider etwas verwöhnt sind. Auch wenn man es nicht tun sollte, wir haben trotzdem verglichen (in dem Fall, speziell zu Sossusvlei in Namibia) und da kann Sand Dunes dann leider nicht ganz mithalten. 🤔 Trotzdem ein gelungener Ausflug.
Weiter ging es in den Süden nach New Mexico, über das Künstlerstädtchen Taos (Heimat des Taos Pueblo) und weiter nach Santa Fe, der Hauptstadt New Mexikos. Beide Orte sind für ihre Gebäude im Pueblo-Stil bekannt und gelten als Hochburg für kreative Kunst. Leider war das Taos Pueblo – das eigentliche Highlight weswegen wir in die Gegend gefahren sind, wegen einer religiösen Zeremonie drei Tage für Besucher geschlossen. Schade, da es wohl eines der schönsten Pueblo Dörfer, und eines der am längsten ständig bewohnten ist. Taos selbst war jedoch auch ganz süß.







Weiter ging es Richtung Osten/Arizona, wo wir als erstes die Navajo Trading Post Hubbell besucht haben – der Alteste noch in Betrieb befindliche Handelsposten der USA, der heute einer der wichtigsten Handelsplätze für Kunst und Kunsthandwerk der Navajo und zur Nahversorgung der Bewohnenden des Ortes darstellt. Ein kulturell sehr spannender (wenn auch aufwühlender Ort) der über die traurige Geschichte der Navajo und deren Vertreibung aus ihren ursprünglichen Gebieten, aufklärt.








Unser nächster Zwischenstopp war der beeindruckenden Canyon de Chelly wieder Richtung Norden nach Utah – ein heiliger Ort für die Navajo und Schauplatz einer blutigen Niederlage der Navajo gegen die Streitmacht der Vereinigten Staaten. Heute wird der Canyon wieder landschaftliche genutzt und ist bewohntes Gebiet der Navajo. Wir fanden es eine Mischung aus süß, anständig und traurig, dass andere ähnlich spektakuläre Orte massig Eintritt kosten, dieser Canyon jedoch umsonst war und nur auf Spenden basierte. Ohne jetzt den US-Amerikaner:innen zu nahe zu treten – aber als Tourist:in wird man hier schon überall kräftig zur Kasse gebeten, Navajo Nation bildete eine überraschende Ausnahme.



Abends sind wir weiter bis vor die Tore des Monument Valley gefahren, wo wir einen absolut genialen Campingplatz mit Aussicht auf das Monument Valley gefunden haben. Nach den vorherigen Nächten auf Walmart Parkplätzen tat dieser Luxus einfach nur gut. (Wobei Nichts gegen Walmart, das war wahrscheinlich DIE „Camping“kette für uns in den USA 😆. Super für uns, da es diese in jeder Stadt gibt, sicher sind, und Campen explizit erlauben. Wer sich schonmal gefragt hat, warum Walmart Parkplätze voll stehen mit Campern in der Nähe von Sehenswürdigkeiten – das ist das US-Ding schlechthin – vom riesengroßen Campingbus, bis zu kleinen Vanlifern ist alles dabei. Da wir sehr viele Sightseeing Stopps in wenig Zeit gequetscht haben, alles sehr spontan war und wir meist gegen halb 9 Abends erst ankamen wäre ein schöner Campingplatz auch irgendwie Verschwendung gewesen und hätte zudem mehr Planung erfordert.)

Am nächsten Morgen haben wir die Rundfahrt durch das Monument Valley gemacht. Das Gebiet gehört den Navajo und wird von diesen „aktiv genutzt“, wodurch dieses Gebiet den Status eines Monuments, nicht aber eines Nationalparks genießt (und auch hier wieder sehr günstiger Eintritt im Vergleich zu den Nationalparks vorher).






Auf der Weiterfahrt Richtung Norden haben wir unsere Campingplatz-Nachbarn Etienne und Maud wieder getroffen – ein belgisches Pärchen, das Kalifornien und den mittleren Westen per Rad erkundet.
Cineasten-Queck:
Aus welchem Film kennt man das Szenario rechts und mit dem Bus oben?

Kleiner Tipp -„Meine Mama hat immer gesagt, man muss die Vergangenheit hinter sich zurücklassen, bevor man weitermacht. Und ich glaube, das war auch der ganze Grund für meine Lauferei.„
Als letzte Stationen in Utah für unseren Trip durch den Mittleren Westen haben wir den Gooseneck State Park und den Valley of Gods Outlook besucht.



Beide Aussichtspunkte zeigen beeindruckende Landschaften, sind aber (genau wie Monument Valley) auch hart „erarbeitet“, weil die Zufahrten über kilometer- und stundenlange Anfahrten über unbefestigte, teilweise wirklich miserable Straßen erfolgt. Wir waren wieder mal dankbar um unseren treuen Bus, der alles klaglos weggesteckt hat – kein Standardcamper und auch viele normale Autos hätten das nicht mitgemacht. Danke T5! 🤩
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