Provincial Parks und Entspannung zum Abschluss auf Vancouver Island

Nach Tofino brachte uns eine schöne kleine Wanderung in das andere, weniger touristische Fischerdorf Ucluluet; am Westzipfel der Insel mit einem sehr schönen Looptrail (mit weniger schönem Wetter).

Auf Vancouver Island wimmelt es nur so von schönen Provincial Parks mit Wasserfällen und altem Baumbestand. An der gesamten Strecke zu/vom Pacific Rim Nationalpark gibt es ständig Abstecher neben der Straße, die sehr lohnenswert sind.

Und dann auf dem Weg zum Strathcona Park entdeckten wir das Paradies. In einem kleinen Fischerdorf war ein RV-Park mit allem drum und dran – direkt an der Marina, mit Blick auf die Sunshine Coast. Jeden Abend sahen wir den Fischern zu wie diese zum Lachsfangen raustuckerten und später den Fisch aufhängten – und wir mampften Pizza von einem Foodtruck vor Ort, oder grillten auf dem Luxusgrill des RV-Parks und genossen den Sonnenuntergang. Die Eier für das Fühstück wurden uns vom Campingplatz-Laden nicht nur geschenkt, sondern auch noch direkt an unseren Platz geliefert. 😍 Und ja, auch ein paar To-Dos haben wir hier erledigt, z.B. unsere Wasserversorgung ausgebaut und Waschbeckenschläuche gereinigt (Stefan) und ich mal wieder Fotos aussortiert – an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an Stefan, der bereitwillig die etwas weniger glamourösen (aber extrem wichtigen!!!!) Arbeiten übernimmt, damit ich euch schöne Fotos präsentieren kann 🙃. Am letzten Abend saßen wir mit einem netten älteren Ehepaar aus Victoria zusammen und unterhielten uns blendend, übers Reisen, Kanada, und was jetzt genau der Vorteil eines riesengroßen Wohnwagens ist. 😄 Ursprünglich wollten wir nur eine Nacht bleiben – verlängerten dann täglich um noch eine Nacht – es wurden 4 🤪 (An dieser Stelle ein Hoch auf BC Ferries – gegen 5 Dollar Gebühr, kann man bis 1 Tag vor Abfahrt die Fähre umbuchen… so konnten wir problemlos verlängern).

Unser letzter Stopp auf der Insel waren zwei Areale des Strathcona Provincial Parks. Der erste Teil mit Wasserfällen (Myra Falls) passte perfekt in das Feeling der Insel – eine Mischung aus Inselparadies und kanadischer Naturschönheit.

Der zweite Teil ist eine Hochebene die zu Spaziergängen einlädt (Mount Washington). Beides sehr schöne Abstecher unseres letzten „Besichtigungstags“ in Kanada, denn nach Vancouver Island heißt es ab Richtung Seattle.

Damit verabschieden wir uns von Kanada – und dieses Land hat sich in mein Herz gebrannt. Ich habe so viele Länder besucht, aber die Herzlichkeit der Menschen sucht ihresgleichen. Das Land ist wunderschön und wenn sie jetzt noch diese elendigen Moskitos loswerden würden, würde ich wahrscheinlich direkt auswandern 😆. Es fällt uns (außer besagten Moskitos) wirklich nichts ein was man an diesem Land nicht mögen könnte – aber zahllose Highlights. Wir versuchen es trotzdem (und schummeln) denn wir schreiben einfach komplette Regionen auf.

Highlights in (West-) Kanada

Vancouver Island wegen der Vielfalt auf kleinem Raum
Alaska Highway wegen all der Tiersichtungen dort
Golden Circle wegen der atemberaubenden Gebirgspanoramen

Da wir so viel Zeit hier verbracht haben entschied ich auch noch die zwei weitere Highlights zu nennen die es nur knapp nicht aufs Siegertreppchen geschafft haben.

Das „Abenteuer“ Yukon und Northwest Territories – hier hatten wir einen Hauch dessen was echtes „Reiseabenteuer“ vor einer globalisierten und vernetzten Welt bedeutete. Die Abgeschiedenheit auf dem Dempster Highway, die Feuer im Yukon, all das waren Erlebnisse, die den Unterschied ausmachen, zwischen Abenteuer und Urlaub.
Meister Petz – die pelzigen Tiere haben es uns angetan, und dabei vor allem die Schwarzbären. Mit welcher Seelenruhe sie überall am Wegesrand trotteten, saßen und grasten – einfach wunderbar.

Unser Routenverlauf

In Westkanada sind wir insgesamt 13.602 Kilometer gefahren. Wir haben 43 Tage hier verbracht – geplant waren 12.000 km und 72 Tage. Wir sind also mehr gefahren, und haben dafür weniger Zeit gebraucht. 🙈

Verabschieden möchten wir uns nun aus Kanada mit einem Bild vom wohl kanadischsten Ort schlechthin – Tim Hortons auf Vancouver Island 😆.
Goodbye Kanada, du wirst uns fehlen – das Beste was ich von dir mitnehme, ist das Vorhaben etwas von dieser kanadischen mühelosen Freundlichkeit mit Nachhause zu nehmen. Du hat mir beigebracht, dass es egal ist woher du kommst, wohin du gehst, es geht nicht darum etwas zurück zu bekommen solange du freundlich bist, bist du jederzeit willkommen. 😗🇨🇦


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2022 ging es wieder los – diesmal von Kanada bis Panama – 44.000 Kilometer auf dem nordamerikanischen Kontinent, unterwegs mit einem (selbst) ausgebauten T5 Bulli, den meine bessere Hälfte und ich, von Deutschland verschifften.