Vancouver Island – Victoria und Pacific Rim Nationalpark

Wir starteten in Vancouver Island erst einmal damit in Victoria einen Termin zum Bremsenreinigen unseres Bus auszumachen. Da er beim Einlenken quietscht (Dempster Highway lässt grüßen) und Ersatzteile rar sind (der T5 wurde in Kanada & USA nie verkauft), ist die Devise „Pflegen was man hat“ 😉.

Den Termin hatten wir auch am nächsten Tag – wieder so freundlich die Kanadier:innen, die uns trotz ausgebuchtem Kalender um 8 Uhr rein gequetscht haben.

Wir suchten uns einen stadtnahen Campingplatz und fuhren mit dem Bus nach Victoria. Das Städtchen ist mehr als eine Reise wert. Eine Mischung aus südenglisch & kanadisch, unaufgeregt, putzig, sehr schön. Nach Vancouver war Victoria mit seiner „Provinzstadtgröße“ ein Kontrastprogramm.

Neben Chinatown und der Fußgängerzone sind eine der größten Attraktionen die Watertaxis.

Kleine Böotchen die zwischen dem Hafen und verschiedenen Anlegestellen hin- und herschippern. Ein wenig wie Disneyland und so unfassbar niedlich, dass ich mich garnicht mehr einkriegen konnte.

Mit ebenjenen Wassertaxis sind wir dann nach Fishermens Wharf. Highlight dort sind die Hausboote – in manchen leben Anwohner und andere kann man mieten. Dort gab es in der wohl britischen Stadt auf dieser Seite des großen Teichs natürlich die berühmtesten Fish&Chips! Wir aßen und schauten dabei entspannt dem „Verkehrsaufkommen“ im Hafen aus Wassertaxis und Wasserflugzeugen zu – sieht man auch nicht alle Tage.

Am Abend ging es zurück zum Hafen um dort zu flanieren, einem lustigen Straßenkünstler zuzusehen, und auf das erleuchtete Parlamentsgebäude von BC zu „warten“ welches bei Dunkelheit mit 3.333 Lichtern erleuchtet wird (so viele wie Edelsteine auf der Krone der Queen). Very British, hier wird das Commonwealth zelebriert.

Am nächsten Tag ging es in das Dorf Chemainus mit seinen Murales.

Anschließend fuhren wir zu dem Highlight von Vancouver Island, dem Pacific Rim Nationalpark. Er gilt als nördlichster Regenwald, und das sieht man auch. Wir machten fast alle der Boardwalks – einer schöner als der Andere. Vor allem stieg bei mir durch diese Art der Vegetation die Vorfreude auf die richtigen Tropen Zentralamerikas.

Abends waren wir am berühmten Long Beach – und das Wetter war uns sogar sehr hold. Der Strand ist der Hotspot für Surfer (wir nicht, da Pazifik und a***kalt – ich bin Schönwettersurferin) genauso wie das nahe Dorf Tofino.

Tofino wurde uns mehrfach als Topspot auf Vancouver Island genannt. Naja, mehr Hype als Glanz; es ist eben ein Dorf mit ein paar netten Restaurants, aber meiner Meinung nach, kann man es sich schenken und nach dem Strand umdrehen.

Wir übernachteten dann mit traumhaften Seeblick mal wieder wild – und auf Vancouver Island sogar moskitoarm. Vancouver Island ist einfach eine Wucht.


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2022 ging es wieder los – diesmal von Kanada bis Panama – 44.000 Kilometer auf dem nordamerikanischen Kontinent, unterwegs mit einem (selbst) ausgebauten T5 Bulli, den meine bessere Hälfte und ich, von Deutschland verschifften.