Der Golden Circle beschreibt eigentlich drei Städte: Whitehorse (Yukon/Kanada), Skagway (Alaska/USA) und Haines (Alaska/USA). Zu einem Kreis wird das Ganze erst dadurch, dass die beiden US-Städte mit einer Fähre verbunden sind, da straßentechnisch nur durch Stichstraßen vom Alaska Highway angebunden sind. Wir sind allerdings die Stichstraßen jeweils hin und zurück gefahren (die Autofährenzeitpunkte passten nicht zu unserer Planung).
Die erste Teilstrecke ist also die Fahrt von Whitehorse nach Skagway – eine traumhafte Straße mit grandiosen Aussichten, entlang von kleinen Bächen und teilweise so nahe an Gletschern vorbei, dass man sie fast anfassen kann. Ein „kleines“ Highlight ist auch die Carcross Desert, die sich selbst den Titel kleinste Wüste der Welt verpasst hat (streng genommen ist es jedoch keine Wüste sondern eine Ansammlung von Sanddünen von einem nahegelegenen See) – lustig sieht es trotzdem aus.











Skagway (und auch Haines) sind verschlafene ehemalige Fischerorte, die sich heute hauptsächlich durch den Kreuzfahrttourismus in der sog. Inside-Passage finanzieren. So war es erwartbar, aber trotzdem leider sehr befremdlich als wir aus der Einsamkeit der Gletscherpassage kommend, mehr oder weniger unerwartet plötzlich zwei riesen Kreuzfahrtschiffe in dem relativ kleinen Hafen von Skagway gesehen haben. Wahnsinn wie diese Teile die Landschaft verschandeln – und wie wohltuend als um 17.00 Uhr alle Kreuzfahrt-“Abenteurer“ pünktlich zum Dinner endlich wieder auf ihren Kolossen waren.








In Skagway haben wir eine Bootsfahrt nach Juneau, der Hauptstadt Alaskas unternommen. Juneau (und nicht wie viele denken, Anchorage) ist tatsächlich die Hauptstadt und verpflichtender Sitz des Governeurs von Alaska – dabei ist diese Stadt nur per Boot oder Flugzeug zu erreichen; es gibt keine Straße rein oder raus.
Leider hatten wir auf der Bootsfahrt dorthin das typische Inside-Passagen Wetter: Bewölkt und regnerisch (wie an durchschnittlich 332 Tagen im Jahr). Man kann das Ganze vielleicht etwas mit einer Fjord-Tour in Norwegen vergleichen, nur dass die Berge/Felsen hier nicht ganz so steil aus dem Meer hervorragen. Wie man merkt… so wirklich empfehlen kann man das aus landschaftlichen Gründen nicht, aber zumindest haben wir neben Seelöwen und Weißkopfseeadlern, ein paar Buckelwale – und die ersten Orcas meinesLebens gesehen.













In Juneau selbst sind wir dann zum Mendenhall-Gletscher gefahren. Dort war Freud und Leid sehr nahe beieinander: Wir haben dank einer Rangerin ein Stachelschwein im Baum gesehen und längere Zeit beobachten können – ziemlich süße Tierchen.


Zum Anderen war es erschreckend und traurig zu sehen wie stark der Gletscher in den letzten Jahren abgenommen hat – was einem mit einer Zeitrafferaufnahme im nahen Visitor Center verdeutlicht wurde. Man kennt diese Zeitrafferaufnahmen der letzten 10-20 Jahren aus Reportagen, aber so wirklich gegenwärtig wurde mir das erst als ich direkt davor stand. Das war der Zeitpunkt an dem wir beschlossen haben unsere Reise, und alle zukünftige Urlaube etc. zumindest CO2-technisch auszugleichen.




Nach unserer Rückkehr aus Juneau (die Stadt ist nicht sonderlich attraktiv und kann man sich bis auf den Gletscherausflug getrost schenken…) ging es über Haines Junction erst in den Kluane Nationalpark.






Von dort aus dann weiter nach Haines; und die Fahrt war ähnlich gigantisch wie der Weg nach Skagway.





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