Nachdem wir Manitoulin Island verlassen haben, kam das ereignislose Durchqueren des Landes von Ost nach West. Da sowohl auf amerikanischer Seite sowie auf kanadischer Seite wenig Highlights warteten für die wir Zeit aufwenden wollten, entschieden wir uns dazu auf kanadischer Seite zu bleiben und das Land zu durchfahren. Kanada ist das zweitgrößte Land der Erde – und mit großen Ländern und vielen Kilometern hatten wir so unsere Erfahrung. Wir hatten zwar einige Zwischenstopps auf der Liste, aber da es fast den gesamten Weg aus Ontario bis weit nach Manitoba nur regnete (tatsächlich die schlimmsten Regenfälle in Manitoba seit Wetteraufzeichnungen), entschieden wir uns für „schnelles“ Durchfahren der „Prärie“ – ohne uns überzustrapazieren. Es ging also durch das weitgehend flache Farmland Manitobas und Saskatchewan.

Erwähnenswerte Stopps gab es eigentlich nur in Ontario. Hier machten wir noch eine kleine Wanderung am Lake Superior und besuchten den Geburtsort von Winnie Pooh (also vielmehr des Originalbären der die Inspiration für das Kinderbuch lieferte); und es war auch weniger der Geburtstort, als mehr die Statue vor der Touristinfo in White River. 😉



Ansonsten gab es vor allem Stopps für meine geliebten Beavertails (gesunde Ernährung mach‘ ich wieder zuhause 😉).
Ein kleines (im wahrsten Sinne) Highlight, waren in der Prärie die kolumbianischen Ziesel. Sie erinnerten einen an Erdmännchen im Zoo, wie sie sich in ihren Bauten verkrochen und immer wieder durch Fiepen einander Signale geben.

Für die Routendokumentation entschied ich mich den „Schnitt“ von Ost- zu Westkanada nach dem Übertritt in die Provinz Alberta zu machen, also inklusive der Fahrt nach Westen, aber ohne Atlantic Canada, sprich, die Provinzen Québec, Ontario, Manitoba, Saskatchewan.
Ein Lowlight in Ostkanada gab es nicht wirklich. Das Wetter wurde besser (und wärmer!) und wir haben tolle Stopps erlebt. Wenn es überhaupt als „Lowlight“ zu bezeichnen ist, dann vielleicht wie erstaunlich highlightlos Manitoba und Saskatchewan waren – es gab hier wirklich nicht viel zu sehen. Die drei Highlights Ostkanadas liegen allesamt in Ontario (wobei wir nicht viel in Québec angesehen haben und z.B. den Weg zum St. Lorenz Strom ausgelassen haben).
Highlights in Ostkanada



Unser Routenverlauf

Ab Grand Falls über die Städte in Québec und Ontario bis nach Medicine Hat in Alberta sind wir 4.700 km in 12 Tagen gefahren. Auch hier waren wir schneller als die Planung (6.200 km / 18 Tage), und habe nicht ganz so viele Kilometer zurückgelegt.
D.h. mittlerweile sind wir (dank einer etwas angepassten täglichen km-Zahl und den reingefahrenen km in Ostkanada) im Plan. Das heißt, dass wir jetzt unsere gesamte Reiseroute in der Zeit bis Ende November schaffen werden. Im Westen wollen wir noch ein paar Tage rausholen, um Puffer für unvorhergesehene Ereignisse übrig zu haben. Man weiß ja nie 😉 und eine gute Projektmanagerin plant vorausschauend 😜.
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