Unser nächster Stopp nach der Metropole Toronto brachte uns ein Kontrastprogramm. Es ging für mehrere Tage zum Huron-See auf die Bruce Peninsula und den gleichnamigen Nationalpark; sowie die Marine Conservation Area ‚Fathom Five National Marine Park‘.
Im Reiseführer und online angepriesen als „die Karibik Kanadas“: türkis-schillerndes Wasser in malerischen Fels- und Sandbuchten. Naja, so richtig konnte ich es nicht glauben, aber nachsehen wollte ich unbedingt. Und was soll ich sagen – manchmal übertreiben Reiseführer oder Bilder eben doch nicht. Es wurde zu einem der mit Abstand schönsten Stopps unserer bisherigen Reise.
Als wir ankamen klarte es gerade ein wenig auf; also machten wir uns auf den Weg zur berühmten Grotto und der Indian Head Cove, einer kleinen malerischen Bucht. Der Anblick war überwältigend schön (weswegen ich mich auch wirklich schwer tue, nur wenige Bilder auszuwählen 😀) – und wir waren (dank Nebensaison) mal wieder fast alleine.








Hier entspannten wir uns ein wenig – und am Abend wurde ein Ribeye Steak gegrillt. Einziger Wehmutstropfen an dem Tag war vielleicht Stefan’s Enttäuschung darüber, dass sein Camping-Zusammensteckgrill Skotti beim Zubereiten eines Ribeye Steaks kläglich versagte – aber was soll man sagen, mein treuer Sturmcampingkocher von Trangia hat den Tag gerettet und sogar gezeigt, wie perfekt er sogar Steaks zubereiten kann (und definitiv die Laune des Abends gerettet 😅).

Auf der Bruce Peninsula gönnten wir uns auch eine Bootstour zu den vielen Schiffswracks die nur kurz unter der Wasseroberfäche im Fathom Five Marine National Park liegen.
Größtes Highlight hier sind jedoch die sogenannten „Flowerpots“. Zwei Gesteinsformationen die wie im Blumentöpfe auf der gleichnamigen Insel malerisch eingerahmt von grünen Bäumen und türkisfarbenem Wasser stehen.





Wir hatten das Glück das erste Boot des Tages zu sein. Deswegen waren auch hier die Besucherströme noch überschaubar – als wir allerdings für unsere Retourschiff anstanden und die Besucherströme der nächsten Boote kamen sahen, konnten wir nur erahnen wie es hier wohl in der Hochsaison zugehen muss.
Nach diesem wunderschönen Zwischenstopp, ging es mit der Fähre über den Lake Huron nach Manitoulin Island. Diese Überfahrt sparte uns nicht nur ca. 600 km Fahrt, sondern auch Geld, da diese mit 54,89 € deutlich günstiger war, als eine Tankfüllung.
Manitoulin wird als Geheimtipp gefeiert – wir fanden es topografisch fast etwas „langweilig“, da die Insel im Grunde flach ist; bis auf eine Erhöhung die wir erwanderten und einen wunderschönen Blick auf die Wälder freigibt – wahrscheinlich ein gigantischer Stopp im Indian Summer.





Unsere Zeit auf der Bruce Peninsula war der wohl lohnenswerteste Abstecher seit Prince-Edward Island, und ist nur zu empfehlen. Wenn man in der Gegend um Toronto ist, würde ich sogar sagen, ist es dort schöner als die Niagara Fälle 🙊. Im Hochsommer muss es proppenvoll sein, und es ist wahrlich kein Geheimtipp mehr, dennoch ist es für uns Eines der absolut besten Highlights in Ontario.
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