Postkarten-Idylle auf 1000 Islands und die lebenswerte Großstadt Toronto

Nach der Nacht auf einem Parkplatz direkt am Ufer des St. Lawrence Fluss, und dem entsprechend schönen Spot für abendliche Käseplatte und Morgen-Kaffee/-Tee, ging es entlang des 1000 Islands Parkway Richtung Westen nach Ganonque, dem Ausgangshafenstädtchen für eine Bootsfahrt durch die 1000 Islands, einer Gruppe von ~1900 Inseln, die in dem Teil des St. Lawrence Stroms (Grenzfluss zwischen USA und Kanada) liegen, und die sich die beiden Anrainerstaaten perfekt so aufgeteilt haben, dass die Landmasse gleichmäßig verteilt ist (wobei zwar Kanada mehr Inseln erhalten hat, die auf US-Seite aber größer sind, wenig überraschend 😉). Die Häuser auf den Inseln sind übrigens reine Sommerhäuser, weil ein zugefrorener Fluss eine Versorgung im Winter verunmöglicht. Aber nicht nur die Anwesen auf den Inseln sind beeindruckend und wunderschön; uns hat vor allem die Fahrt auf dem 1000 Islands Parkway beeindruckt: eine Postkartenidylle, was hat der eine Starbucks-Mitarbeiter so schön gesagt „Nothing that you or me would ever be able to afford, but exactly what any of us live and die for“. Da ist definitiv etwas dran; auf der US-Seite heißt dieser circa 70 km lange Abschnitt nicht umsonst ‚the Millionaires‘ coast’.

Nach einer Übernachtung kurz vor Toronto ging es am nächsten Tag rein in die Millionen-Metropole. Natürlich zur besten Rush-Hour Zeit, damit sich das auch richtig echt anfühlt. 🙊
Die Parkplatzsuche gestaltete sich schwieriger als erwartet: Zwar hat unser T5 für amerikanisch/kanadische Verhältnisse lediglich Standardmaße was Länge und Breite angeht; mit unseren Dachaufbauten jedoch (insgesamt ~2,27m Höhe) fallen sämtliche Parkhäuser aus; und die Freiflächen sind im Zentrum erwartungsgemäß nicht sehr zahlreich, und eigentlich alle besetzt. Glück hatten wir im absolut stylishen Stadtviertel Distillery District, der auf unserer Stadttour auch zu unserem absoluten Lieblingsstadtviertel wurde.

Riesen Glück hatten wir mit dem Wetter: Beim mittäglichen Besuch des CN-Towers (die obersten Aussichtsplattform ist auf 467m und ist damit die Höchste der westlichen Hemisphäre) hatten wir strahlenden Sonnenschein, was uns fantastische Blicke über Toronto, den See und das Umland ermöglicht hat. Nicht gerade günstig, aber jeden Cent wert. 😉

Weitere Stationen waren (mal wieder ein Beavertail Verkaufsstand,) das Toronto-Sign, die Old-City Hall, Eaton Center, St. Lawrence Market und der Destillery District. Mit den vielen Kneippen, Bars und Restaurant macht Toronto einen sehr, sehr lebenswerten Eindruck. Man hat es außerdem geschafft die Moderne mit den alten Gebäuden zu vereinen: Teilweise wirklich Vintage in Perfektion. Speziell der Distillery District hat es uns sehr angetan, und wir könnten es uns sehr gut vorstellen mehr Zeit hier zu verbringen.


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2022 ging es wieder los – diesmal von Kanada bis Panama – 44.000 Kilometer auf dem nordamerikanischen Kontinent, unterwegs mit einem (selbst) ausgebauten T5 Bulli, den meine bessere Hälfte und ich, von Deutschland verschifften.