Nach dem Aufwachen in Halifax, haben wir ein letztes Mal für die nächsten Tage eine heiße Dusche und ein perfektes WiFi genossen – das Regenwetter draußen hat es uns leicht gemacht die Zeit innen zu nutzen.
Anschließend (es war immer noch nass, grau und ziemlich ekelhaft draußen) ging es in das maritime Museum in Halifax. Dort sind neben vielen Schiffen vor allem 2 Sachen ausgestellt, die mir/uns vorher nicht bewusst waren:
Im Jahre 1917 explodierte im Hafen von Halifax ein Schiff das voller Sprengstoff und Waffen war; nachdem es mit einem anderen Schiff kollidiert ist. Im Umkreis von teilweise bis zu 3 km wurde Halifax zerstört und mehrere Tausend Menschen sind ums Leben gekommen. Dies war vor der Atombombe die Größte vom Menschen verursachte Explosion. Lange vermutete man ein Attentat im Rahmen des 1. Weltkrieges, allerdings konnten Ermittlungen diesen Verdacht nie erhärten und es wurde als Unfall eingestuft.
Ein zweites Mal war Halifax in der Geschichte der (tragischen) Seefahrt relevant: Hier wurden die Opfer der Titanic-Katastrophe beerdigt. Das nimmt teils skurrile Züge an: Der lokale Friedhof beherbergt ein Grab eines Mannes, der den gleichen Nachnamen hat wie der junge Mann, den Leonardo di Caprio im Film verkörpert. Dadurch wird dieses Friedhof in der Hochsaison zum beliebten Reiseziel.😉


Nach diesem kulturellen Mittagessen ging es weiter zu Peggys Cove, dem meist-fotografiertesten Leuchtturm Kanadas. Das Lustige hier war, dass ein Schweizer mit Alphorn davor Lieder gespielt hat.




Uns fallen immer wieder sogar dreisprachige Schilder in der Region auf (hier die WCs), es wird in diesem Teil Kanadas sehr viel um Wiedergutmachung zur indigenen Bevölkerung gerungen (obwohl es noch viele Streitthemen wie den Fischfang gibt).

Nach wirklich leckerem Cappucino und Kirschkuchen im Leuchtturmcafé ging es weiter nach Lynenburg. Lynenburg gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ist im Prinzip ein süßes Städtchen im Osten Nova Scotias mit vielen bunten Häuschen.









In der Hauptsaison mit vielen Tourist:innen, gutem Wetter und geöffneten Kneipen/Cafés ist das sicher sehr nett. Wir hatten leider nichts von alle dem, wodurch der Besuch der fast ausgestorbenen Stadt schneller zu Ende war als ursprünglich geplant. Das unverhoffte Highlight in Lynenburg war, dass dort die Dreharbeiten zu einer amerikanischen/kanadischen Serie stattgefunden haben; „Black Washington“ u.a. mit dem Hauptdarsteller von Lucifer, er war aber leider nicht vor Ort. 😉 Spannend zu sehen wie viele Hundertschaften an Menschen, Autos, Anhänger, Pferden, … gebraucht werden.
Unser Nachtlager (im Amerikanischen wird das Übernachten auf Nicht-Campingplätzen als „Boondocking“ bezeichnet, haben wir an einem schönen Parkplatz mit öffentlichen Toiletten in einer schönen Bucht aufgeschlagen – nur um später feststellen, dass diese um ca. 21 Uhr gesperrt werden, aber die Tankstelle war nur 200 m entfernt.
Hier sind wir auch das erste Mal groß einkaufen gegangen – Ich war vor allem von der Tortentheke angetan. Aber auch ansonsten haben wir ordentlich eingekauft für unsere (zu) kleine-Kühlbox. 🙈



Die zuvor gekauften lokalen Shrimps wurden draußen gekocht und angebraten, und mit etwas Salat und Avocado in Tortilla-Wraps gewickelt. Sehr lecker!

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