Nach Ushuaia lag eine ziemlich karge Strecke vor uns. Fast 4000 Kilometer, nichts als flache Einöde und nur wenig Sehenswertes – 6 Tage fast pausenloses Fahren; meist mit Regen und viel Wind. Dieser Teil Argentiniens kann getrost überflogen werden. Einzig die Halbinsel Valdés ist eine willkommene Unterbrechung, für den sich auch ein Zwischenstopp mit dem Flieger lohnen würde.
Die Halbinsel ist ein Nationalpark und bekannt für seine Artenvielfalt u.a. Seeelefanten-Kolonien, eine Kolonie Magellan-Pinguine und Walsichtungen. Im Dezember kann man sogar vom Strand aus Orcas bei der Jagd nach Robben beobachten. Aber es ist nicht Dezember, und ein Sturm ist im Anmarsch. Unsere Walsichtungen waren leider gleich 0. Dafür waren wir froh, dass die Pinguine nicht viel von den menschlichen Absperrungen hielten: Magellan-Pinguine hautnah! Und auch die Seeelefanten waren durchaus beeindruckend. Kein Wunder dass viele Seefahrer diese früher (aus einiger Entfernung) für Meerjungfrauen gehalten haben müssen.















Die letzten 2.000 Kilometer bis Montevideo gehen wie im Rausch vorbei. Das Auto leckt immer mehr, und deswegen entscheiden wir uns nicht zuerst nach Buenos Aires und dann nach Montevideo, wie ursprünglich geplant, zu fahren, sondern direkt in die Hauptstadt Uruguays, um das Auto schnellstmöglich zu verschiffen – denn im Vergleich zum Container ist hier die Fahrtüchtigkeit Pflicht und da unsere Servopumpe immer häufiger trocken läuft (selbst bei schnurgerader Straße und wenig Einlenken), steigt nun das Risiko eines Keilriemenrisses. Also heißt es: Fahren, fahren, fahren – und bloß nicht zu viel Lenken oder Einparken. 😉
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