Ein Ziel, zwei Sprachen, drei Länder, vier Flüge, fünf neue Stempel im Pass, sechs Stunden von Santiago nach Foz do Igucu, zu einem der sieben neuen Naturweltwundern. Alleine über die Anreise zu Iguazu könnte man ein kleines Buch schreiben. 😉 Aber selbst das alles ist nichts verglichen mit der Einzigartigkeit dieses Naturschauspiels.
Von Santiago de Chile ging es mit Zwischenstopp in Buenos Aires per Aerolineas Argentina zum Iguazu-Flughafen auf argentinischer Seite. Danach per Bus nach Puerto do Iguazu (Kleinstadt auf argentinischer Seite), und dann weiter nach Foz do Iguacu (Stadt auf brasilianischer Seite), wo unser Hostel lag. Das ganze Prozedere klingt in der Nacherzählung nicht wirklich komplex, aber man muss Einiges beachten: Busse halten nicht automatisch an den beiden Grenzstationen, sondern man muss die Fahrer explizit darum bitten. Grund ist, dass die Einheimischen selbst in einem gewissen Umkreis um die Grenze keine Stempel im Pass benötigen bzw. es einfach ignorieren. In den normalen Linienbussen gibt es nun nicht viele Reisenden, deswegen halten diese grundsätzlich nicht. Und natürlich warten die Busse nicht bis die Aus- und Einreiseformalitäten erledigt sind (was bei uns in jeweils superschnellen 2-3 min erledigt war), sondern man muss eben auf den nächsten Bus der gleichen Firma warten – und dessen Halt dadurch sicherstellen dass man auf dem Gehweg einen Tanz aufführt wie ein Hampelmann auf Speed. – Okay, vielleicht etwas übertrieben, aber wenn du schon gefühlt ewig wartest, dann ist dir jedes Mittel recht, dass der Bus auch garantiert anhält. 😉 Natürlich kann man das auch deutlich einfacher, schneller und entspannter haben wenn man sich am Flughafen ein Taxi gönnt, aber wo wäre da der Spaß?
Am nächsten Morgen ging es dann auf die brasilianische Seite der Iguazu-Fälle. An dieser Stelle sind Worte/Beschreibungen absolute Verschwendung – und selbst Bilder/Videos können das Spektakel nur teilweise einfangen. – Einfach nur WOW!!!














Die Ameisenbären im Wald bzw an den Wegesrändern sind ständige Begleiter, und brauchen gerade einmal 3 Sekunden um kleinen Kindern das Eis, das ihnen der Kioskverkäufer gerade in die Hand gedrückt hat, abzuluchsen – und das Ganze während Papa noch nicht mal bezahlt hat. Lustig dass alle Kinder gleich reagieren: erschrecken, kreischen, Eis fallen lassen, wegrennen. 😉 Ein gutes Beispiel für eine Win-Win-Situation von Ameisenbär und Kioskverkäufer: Eis für den Ameisenbär + mehr als doppeltes Einkommen für den Kioskverkäufer (zweites Eis + Stofftier zur Beruhigung der Kiddies).
Am Nachmittag (für die brasilianische Seite der Iguazu benötigt man 3-4h) haben wir noch den Vogelpark besucht, um die einheimische Fauna näher betrachten zu können, ohne dass diese uns direkt wieder von der Linse wegfliegt. 😉









Abends haben wir uns ein brasilianisches BBQ gegönnt: für sehr günstig gibt’s Salat, Beilagen und Dessert in Buffetform. Der Clou besteht aber darin, dass der Kellner alle 2 Minuten mit einem neuen, leckeren Fleisch am Spieß an den Tisch kommt. Rindfleisch, Lamm, Hühnchen, Schwein,… Und das Ganze geht so lange bis man Stopp sagt. Super lecker! Falls Jemand weiß wo es das in Deutschland gibt… wir sind dabei!
Entsprechend gestärkt haben wir uns am zweiten Tag die größere, argentinische Seite angeschaut. Für die vielen tollen Wanderungen sollte man einen ganzen Tag veranschlagen. Wie an Tag 1 werden wir auch hier wieder vor allem Bilder sprechen lassen.

















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