Nach 2 Wochen Peru, in denen wir ziemlich gut gelebt hatten, ging es für uns an die bolivianische Copacabana am Titicacasee. Bolivien teilt sich den Platz der ärmsten Länder Südamerikas regelmäßig mit Paraguay. In Peru waren die Menschen nicht besonders freundlich und sichtlich genervt von Tourismus. In Bolivien wurde dieser Eindruck noch extremer. Leider profitieren von boomenden Einnahmen in diesen Ländern nicht die Schwächsten, die Unzufriedenheit spürt man als Besuchende deutlich. Aber zunächst einmal zurück zu unserer Route.
Aus Peru kommend ging es für uns per Linienbus über die peruanisch-bolivianische Grenze nach Copacabana. Für Aus- und Einreise muss man kurz aus dem Bus aussteigen, seine restlichen peruanischen Soles in Bolivianos tauschen, sich seinen Ausreisestempel holen, und in Bolivien wieder „einstempeln“. – Das Ganze war extrem schnell erledigt; trotz vollbesetzem Bus saßen wir nach gerade einmal 15 Minuten wieder in selbigem.



Interessant dabei: Dass man in die jeweiligen Büros von Peru und Bolivien geht scheint ein ziemlich freiwilliger Akt zu sein: An der eigentlichen Grenze kontrolliert Niemand, und auch sonst ist keiner da, den das Ganze wirklich interessiert. Sprich, wir hätten auch ohne offizielle Aus- und Einreise wieder in den Bus steigen können. Ein bisschen ungewohnt!
Das kleine Städtchen Copacabana hat mit seinem Namensbruder in Brasilien wenig gemein. Aber die Aussicht aus den Hängematten unseres Hostels war traumhaft, für mich fühlte sich an dieser Copacabana daher alles richtig an 😉.


Es ist der Anlaufpunkt aller Touristen aus Peru, und Ausgangspunkt für Ausflüge auf die wunderschöne Isla del Sol im Titicacasee. Im Vergleich zu den Attraktionen in Peru fast noch ein „Geheimtipp“, ist die Insel eine kleine Perle im schimmernd blauen Wasser des Titicacasees. Keine Autos oder Motorräder gibt es hier; selbst Fahrräder sind aufgrund mangelnder Straßen rar gesäht. In gleißender Sonne ging es in einer 5h Wanderung über die Insel, die auch (wir befinden uns hier wieder auf 4.000m Höhe) nicht so ganz ohne war. Das Panorama entschädigt uns, genauso wie die sogenannten Anden-Hühner, welche sich geniale Flugshows über unseren Köpfen lieferten.











Trotzdem war die Strecke nicht zu unterschätzen, und vor allem meine Lungen brannten dann doch ordentlich (und zwar trotz der Tatsache, dass mein Gepäck ein starker, mich begleitender Herr *ähm* schulterte. 😉 Danke an meine bessere Hälfte!! )
Aber diese Insel war ein wunderschöner Abschluss unserer Tage am Titicacasee, und die Mühe wurde mit tollen Eindrücken/Bildern belohnt, bevor unser Weg dann nach La Paz, dem Sitz der bolivianischen Regierung führt.
P.S. An dem Abend auf der Isla del Sol duften wir ein unfreiwilliges Candle-Light Dinner genießen: Als nämlich der Mixer für unsere Gemüsesuppe angeworfen wurde war es gleich darauf vorbei mit Elektrizität 😆.
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