Dass es von Vietnam nach Peru nicht so einfach, billig und entspannt sein würde wie der Flug von Vladivostok (über Hong Kong) nach Vietnam war klar, aber tatsächlich gibt es über das insgesamt 72h Unterfangen Einiges zu berichten.
Dieses Mal kommt die Zusammenfassung bzw. die Zwischenlandungen am Anfang:
Phu Quoc, Saigon, Doha, Sao Paulo, Buenos Aires, Lima.
Dadurch dass die “großen, voneinander abhängigen bzw. als Paket gebuchten Flüge“ bis Lima erst in Saigon gestartet sind, wollte wir sicherstellen dass wir überpünktlich in Saigon sind. D.h. obwohl der Flieger Saigon – Doha erst um 19.30 Uhr startet, haben wir einen frühen Flug Phu Quoc – Saigon gewählt. Lange Rede, kurzer Sinn, der Flughafenabholer von Phu Quoc kam am 16.8. um 9.00 Uhr.
Leider ist uns beim Aufenthalt in Saigon bzw. der Trolleyfahrt vom Domestic zum International Terminal der Kamerarucksack herunter gefallen, was sowohl den Kamerabody, als auch 2 Objektive zerstört hat. Autsch! 😦 Mehr dazu im späteren Lima-Post.
Das Einchecken für die restlichen Flüge bis Lima hat eine starke halbe Stunde gedauert, weil sich die Dame am Schalter nicht erklären konnte wie man ohne Rückflugticket nach Südamerika fliegen kann. Auch die herbeigerufenen “Experten“ ließen sich nicht überzeugen dass man als Deutsche überhaupt kein Visum benötigt. Als sie dann noch gehört haben dass wir auf dem Landweg/mit dem Bus von Peru nach Bolivien ausreisen werden, wurde uns ein Einchecken nur dann erlaubt wenn wir in einem zweiseitigen Dokument die alleinige Verantwortung übernehmen, und die Fluggesellschaft von jeglich möglichem Schadenersatz für eventuell notwendige Rückflüge freisprechen. Wie sich in Peru rausstellte, ein vollkommen unnötiger Aufwand für nichts und wieder nichts. 😉
Der Flug von Saigon nach Doha, Qatar mit Qatar Airways dauerte 7h, war erwartungsgemäß entspannt, und dadurch dass wir eine 3er Reihe zu zweit hatten, fast schon angenehm. Die Ankunft in Doha war am 16.08. um 22.15 Uhr.
In Doha (dem Hub von Qatar Airways, und einem tollen, neuen Flughafen: angekommen gab es die positivste Überraschung unseres ‚Airtrips‘. Ich hatte es zwar in verschiedenen Foren gelesen, konnte es aber nicht wirklich glauben: Wenn man Doha einen 8-24h Zwischenstopp hat, dann stellt einem Qatar Airways ein Hotel und den Flughafentransfer; plus bezahlt die Visagebühren. Eine kostenlose, wenn auch kurze Nacht im Marriot – genial!
Am nächsten Morgen (17.08.) um 8.30 Uhr ging es weiter – in 18,5h über Sao Paulo nach Buenos Aires. Und wieder hatten wir das Glück einer 3er Reihe für uns alleine. Sao Paulo war beeindruckend: zwischen Aufsetzen und wieder Abheben verging gerade mal eine Stunde: ungefähr 70% an Passagieren (mit Ziel Sao Paulo) raus, davon ungefähr die Hälfte wieder neu rein, tanken, sauber machen, Crew austauschen, Essen und Trinken auffüllen, und wieder weg. Dadurch dass wir sehr nahe am Rollfeld geparkt haben, konnten wir miterleben wie viele Flieger (wahrscheinlich olympiabedingt) so ein Flughafen abfertigen kann. In den 10 min, in denen ich mitgezählt habe, waren es 12 Flieger – beeindruckend!
In Buenos Aires sind wir am 17.08. um 22.30 Uhr gelandet. Da wir dort einen 21h Zwischenstopp hatten, haben wir uns vorab ein Hotel in der Innenstadt gesucht. Ausschlafen (schließlich planen wir in 9-10 Wochen länger hier zu sein), frühstücken, ein bisschen durch die Stadt schlendern, und wieder raus zum Flughafen.
Abgehoben sind wir am 18.08. um 19.30 Uhr in Buenos Aires; in Lima gelandet um 22.45 Uhr – endlich!
Aber obwohl so eine lange Zeit in Fliegern und Flughäfen mit Sicherheit keinen wirklichen Spaß macht, dadurch dass wir in echten Betten schlafen konnten, fast einen Mini-Städtetrip in Buenos Aires mit Sonne hatten, und ein Inflight Entertainment System, das Filme und Serien im Peto hatte, die es in Deutschland noch gar nicht gibt, ging die Zeit “wie im Flug“ vorbei, und war deutlich angenehmer als vorher vermutet. 😉
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