Hoi An ist auch Ausgangspunkt für Tagesausflüge zu My Son, einer heiligen Gebets- und Pilgerstätte der Cham-Kultur, die stark mit der indischen Hindu-Kultur verwandt ist, und dort den Gott Shiva verehrten.
Die Bauten/Tempel des Unesco-Weltkulturerbes bzw. deren Bauweise ist vergleichbar mit Angkor Wat in Kambodscha. Spannenderweise hat man immer noch keine Ahnung wie es die Cham-Kultur vor ~1.700 Jahren geschafft hat, in fugenloser Bauweise die Steine so aufeinander zu setzen, dass sie stabil und so lange haltbar sind. Leider haben die ‚westlichen Mächte‘ in My Son böse gewütet: Die Franzosen haben nach der Entdeckung von My Son fast alle Köpfe der Statuen nach Frankreich in den Louvre „exportiert“ (keine Ahnung, warum nur die Köpfe und nicht die ganzen Statuen); noch schlimmer waren die Auswirkunden des Vietnnam-Krieges der USA. Die Anlage fiel groß angelegten Bombenangriffen zum Opfer, da sich hier der Vietcong im Dschungel versteckte. Von den ehemals 70 Bauwerken sind leider nur 20 noch einigermaßen erhalten.







Von Hoi An ging es nach Saigon – auch wenn die Stadt seit 40 Jahren offiziell Ho Chi Minh City heisst. Saigon ist die größte, westlichste, und am schnellsten wachsende Stadt nicht nur Vietnams, sondern ganz Südostasiens. Man merkt deutlich dass in diese Stadt mehr investiert wird, und dass der Zuzug aus den ländlichen Gebieten zunimmt – charismatischer und liebenswürdiger war für uns allerdings Hanoi.
















Von Saigon aus haben wir einen Tagesausflug in Mekong-Delta gemacht – anscheinend haben wir auf einem der Arme des Mekong-Deltas die Rushhour erwischt. 🙂 Bei dem Ausflug wurde uns unter Anderem gezeigt wie Bonbons aus Kokosnüssen hergestellt werden. Super-lecker übrigens! Und natürlich habe wir gleich 2 Packungen gekauft . Allerdings mussten wir sehr schnell feststellen, dass ein wenig Mitdenken nicht geschadet hätte: Wenn die Bonbons nämlich ein bisschen abkühlen (<40°), dann sind sie (immer noch lecker, aber) unglaublich klebrig, zäh und hart. Da wir wirklich, wirklich, wirklich auf dem Sabbatical keine Lust auf Zahnärzte haben, und die Teile gefährliche Plombenzieher sind, haben wir uns dazu entschlossen die Bonbons zu verschenken.














Um von diesem straffen Programm etwas auszuruhen, bevor es mit Südamerika weiter geht, ging es dann auf die größte Insel Vietnams: Phu Quoc. Hier prallen Welten auf einander wie sonst nirgendwo. Der Langzeitplan für die Insel ist klar: Ausbau zum All-Inclusive Badetourismus der gehobenen Sorte. Resorts mit Golfplätzen entstehen, der internationale Flughafen ist seit 2 Jahren in Betrieb, ein Krankenhaus mit internationalem Standard und ein überdimensionierter Freizeitpark.


Doch noch sind die Touristenmassen nicht eingefallen, der Freizeitpark fast leer, die Strände unberührt und Touristen (vor allem diejenigen die sich aus der Anlage des Hotels wagen) sind hier eher die Seltenheit.





















Und nirgendwo ist Vietnam noch so ursprünglich – aber auch arm – hier wird deutlich was Entwicklungsland bedeutet.




Phu Quoc ist leider unsere letzte Station in Vietnam, und irgendwie fällt uns der Abschied ganz schön schwer. Für uns ist jetzt schon klar: wir kommen wieder!
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