Auf der ersten Hälfte unserer Baltikumsreise (Litauen, Lettland) hat es mir vor allem Lettland und dessen Hauptstadt Riga angetan. Der Reihe nach: Die letzte der drei polnische Städte für uns war die Ostseemetropole Danzig. Ebenfalls schön anzuschauen kam uns Danzig von den Gebäuden usw. in der Zwischenzeit fast seltsam bekannt vor.

Danzig ist einen Ausflug wert, aber Breslau und Warschau haben uns besser gefallen (weniger touristisch überlaufen und in unserem Fall, besseres Wetter).
Beim Grenzübertritt nach Litauen waren wir positiv überrascht wie weit Europa inzwischen ist: Bis auf ein Schild und ein verlassenes Gebäude nichts mehr von Grenzen zu sehen. Wichtig für uns war, dass wir den richtigen Grenzübergang nach Litauen wählen: Hätten wir nämlich nur Memel ins Navi eingegeben, wären wir kurz später an der Grenze der russischen Enklave Kaliningrad gestanden, womit einer unserer zwei erlaubten Einreisen nach Russland bereits weg gewesen wären. Da wir aber sowohl von Estland als auch aus der Mongolei nach Russland einreisen wollen, durften wir diesen Grenzübertritt nicht „verschenken“.
Litauen selbst haben wir nicht viel besucht, hatte sich irgendwie nicht so ergeben, da die Hauptstadt Vilnius ein Umweg gewesen wäre (muss aber sehr schön sein), lediglich das angebliche „must-have“ Litauens, die kurische Nehrung, eine Art Landzunge aus Sand vor der Stadt Memel, haben wir besucht. Wurde ziemlich angepriesen als die Sahara in Europa… naja, wer schonmal Teile der Sahara gesehen hat, kann sich das eher sparen…

Positiv anzumerken ist, dass die Litauer gegenüber den Polen deutlich motivierter waren ein paar Brocken Englisch zu verstehen und zu sprechen.

Von Litauen aus ging es weiter nach Lettland. Die lettische Hauptstadt Riga hat es uns voll und ganz angetan: Wunderschöne Gebäude (Jungstil wohin das Auge blickt), Parks und Restaurants/Cafés.

In Lettland hat alles noch seine Ordnung; selbst die Toilettenhäusschen im Park haben hier ihre eigene Hausnummer 😀.
Die Lett:innen sind sehr nett, bemüht zu helfen, und sprechen fast durch die Bank gutes Englisch. Der Flair und die Entspanntheit der Stadt und Leute waren einfach toll! Mit allen diesen Eigenschaften hat es Riga damit in unsere Top-5 der europäischen Hauptstädte geschafft.
Auf dem Weg von Riga Richtung Estland haben wir uns noch die Turaida-Burg angeschaut. Was sollen wir sagen: Lettisch schön!

Von Lettland ging es weiter nach Estland, wo wir zwei Nächte auf einem Campingplatz direkt an der Ostsee verbringen – ein bisschen Natur bevor es nach Tallinn geht und am 3. Juni über die Grenze nach Russland.


Mehr zu A3enteuer Fernweh

2016 ging es von Deutschland über das Baltikum, quer durch Russland, von dort nach Südostasien und weiter in Südamerika, zusammen mit meiner besseren Hälfte, und über große Teile der Strecke mit meinem Audi A3.